Impactfilm by Bianca-Maria Rathay

“Mit einem kleinen Brett München lebenswerter machen”

„Brot am Haken“ basiert auf der Idee der neapolitanischen Tradition des caffè sospeso, des aufgeschobenen Kaffees: Wer in den bei „Brot am Haken“ teilnehmenden Ladengeschäften einkauft, kann zusätzlich für Bedürftige einkaufen: ein Brot, eine Semmel, einen Kaffee, ein Eis, …. Der entsprechende Bon wird an das Hakenbrett gehängt.

Der Nehmer (der Bedürftige) kann sich diesen Bon nehmen. Die Bedürftigkeit wird bewusst nicht kontrolliert. (Auch jemand, der in der Bäckerei nur nicht mehr genügend Bargeld dabei hat, kann sich einen Bon nehmen. Wir vertrauen darauf, dass er oder sie sich revanchiert.)
Der Bon am Haken, das kleine Stück Papier ist ein Zeichen für gesellschaftliche Solidarität und lässt Menschen wieder am Alltag teilhaben. Angesprochen sollen sich all diejenigen fühlen, deren Einkommen gutes Brot, eine Eiskugel, einen Kaffee, einen Haarschnitt zum Luxus macht. Sie sollen sich nicht vergessen fühlen. Und gerade in “reichen” Stadtvierteln wie etwa Schwabing und Neuhausen, schärft die Aktion und schärfen die daraus entstehenden Gespräche und Situationen den Blick für die doch so oft wenig sichtbare Not – noch jenseits von ALG II. Es ist ein die Menschen im Viertel verbindendes Projekt.

Mit „Brot am Haken“ machen wir versteckte Armut bewusster, sichtbarer und die Unterstützung von Bedürftigen in den verschiedenen Stadtvierteln unkomplizierter. „FREUDE IST ZUM TEILEN DA“